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Die Gotthardbahn |
Texte und Bilder: Silvio Gundahar
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Am 08. und 09. September 2007 feierte die Gotthardbahn ihr 125jähriges Bestehen. Die Gotthardbahn stellte Ende des 19 Jahrhunderts ein herausragende Ingenieurkunst dar. Denn der bahntechnische Durchbruch durch den St. Gotthard hatte eine enorme Steigerung zu überwinden, nämlich vom Norden 634 Höhenmeter und vom Süden 850 Höhenmeter. |
Damit dies überhaupt ermöglicht werden konnte, wurden an den steilsten Stücken Kehrtunnel eingebaut, um so den Schienenweg zu verlängern und die Steigerung zu reduzieren. Noch immer werden auch heute noch drei der stärksten Lokomotiven benötigt, die die Güterzüge durch den Gotthardtunnel ziehen, nämlich zwei vorne und eine hinten. In Göschenen verschwindet der Zug im Tunnel und kommt erst in Airolo wieder heraus. Am Scheitelpunkt erreicht er eine Höhe von 1150 Höhenmetern. Insgesamt besteht die Gotthardbahn aus 32 Tunneln und 13 Viadukten. Der Warentransport auf der Schiene ist enorm. Die Hälfte der Ladung, die die Alpen überquert, wird durch den Gotthardtunnel geschleust. Etwa 70 Züge befahren heute täglich den Gotthardtunnel und befördern etwa 10.000 Fahrgäste. Interessant ist die Erstellung des Gotthardtunnels auch von der unternehmerischen Leistung her und davon, dass oftmals die echten Pioniere und Visionäre nicht zu dem ihnen zustehender Anerkennung gelangen. Pionier und Visionär war Alfred Escher, ein Wirtschaftspolitiker und Banker aus Zürich, der 1863 mit dem Projekt begann. In Luzern gründete er die "Vereinigung zur Anstrebung der Gotthardbahn" und setzte das Projekt für den Güter- und Personenverkehr gegen erheblichen Widerstand durch. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts waren diese Pläne immer wieder im Gespräch. 1873 war Start der Bauarbeiten. Infolge wirtschaftlicher Probleme wurde seine Pionierleistung nicht mehr so wie anfangs gewürdigt, so dass es erhebliche Zerwürfnisse gab. |