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Curaçao gehört zu den niederländischen Antillen und ist eine Karibikinsel überhalb von Venezuela und Kolumbien. Geografisch
gehört die Insel bereits zu Südamerika; sie befindet sich in der südlichen Karibik. Zu den niederländischen Antillen zählen
Curaçao, Bonaire, sowie die etwas weiter entfernt gelegenen Inseln Sint Maarten, Sint Eustatius und Saba.
Zum Festland nach Venezuela sind es von Curaçao aus nur 60 km. Das Klima auf Curaçao ist mild, wir waren im Februar dort. Da es keine
regelmäßigen Niederschläge gibt und der Regen nur gering ist gibt es auf der Insel keine permanenten Flüsse. Die
Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 28 °C. Die Temperaturen sind auf der Insel das ganze Jahr über sehr konstant. Die
maximale Temperatur schwankt von Januar bei 29 °C bis September bei 32 °C und die Minimaltemperaturen schwanken von Januar bei
24 °C bis September bei 26 °C. Die Wassertemperatur schwankt nur zwischen 25 °C und 28 °C. Am geringsten sind die Niederschläge im
Juni (21 mm) bei drei Regentagen und am höchsten im Dezember (99 mm) bei 12 Regentagen. In unserem Reisemonat Februar waren die
Bedingungen wieder sehr ideal bei einem Niederschlag von nur 28 mm, was kaum Niederschlag bedeutet.
Ideal ist ein Urlaub in Curaçao in den Monaten Januar bis März. Hier ist die Vegetation noch grün. In den Sommermonaten zieht sich die Vegetation wegen der Wasserarmut stark zurück. Der etwas höhere Niederschlag in den Monaten Januar bis März stört nicht. Denn zum einen ist der Niederschlag auch in diesen Monaten sehr gering und zum anderen sind die Regenfälle meist zeitlich sehr begrenzt, z.B. auf wenige Stunden und es gibt dann kaum großräumige Regengebiete. Meist regnet es an einem Ort auf der Insel und an einen anderen, nicht weit entfernten Ort scheint die Sonne. Und der wenige Regen, der in den Monaten Januar bis März fällt, tut dann gut und man freut sich über diesen.
Die Insel ist eher flach. Der höchste Berg auf Curaçao ist der Sint-Christoffelberg mit einer Höhe von 372 m. Das erklärt auch warum die Insel sehr niederschlagsarm ist, weil der so genannte Steigungsregen fehlt.
Curaçao gehört zu den so genannten ABC-Inseln, nämlich Aruba, die westlich von Curaçao liegt, Curaçao und östlich davon Bonaire. Die ABC-Inseln liegen unterhalb des Hurrikangürtels, weswegen die Insel auch "Unter dem Wind" bezeichnet wird. Curaçao ist ein autonomer Gliedstaat des Königreichs der Niederlande. Die Staatsangehörigen von Curaçao besitzen daher einen niederländischen Pass und haben alle Rechte eines EU-Bürgers.
Curaçao hat ca. 150.000 Einwohner, von denen der größte Teil in der Hauptstadt Willemstad und rund um das Schottegat
im zentral-östlichen Teil der Insel lebt. Die meisten der Einwohner sind Nachkommen ehemaliger afrikanischer Sklaven. Etwa 6 %
der Bevölkerung sind niederländischer Abstammung. Nur ein geringer Anteil der Einwohnen stammen von den Ureinwohnern, den
Arawak-Indianern ab. Etwa 96 % der Bevölkerung über 15 Jahren können lesen und schreiben. Die Verständigung auf Curaçao ist
gut. Da hier viele Niederländer leben und die Niederländer in der Regel gut deutsch verstehen und sprechen kann man sich daher
gut in deutsch verständigen. Ebenso gut kann man sich mit englich verständigen.
Curaçao ist ein beliebtes Ferienziel. Jeder dritte Tourist kommt aus den Niederlanden. Einen nicht unerheblichen Anteil am Tourismus haben Touristen aus Venezuela und den USA. Deutsche Touristen sind noch nicht sehr zahlreich, wenngleich die Zuwachsraten groß sind, vielleicht weil Air Berlin Curaçao einmal wöchentlich ohne Zwischenlandung von Düsseldort aus anfliegt.
Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht die Unterwasserwelt rund um die Insel unter Naturschutz, weswegen Curaçao und seine
Nachbarinseln immer mehr zu einem beliebten Tauchgebiet wurden. Auch in der Gruppe, mit denen wir hier waren, befanden sich
mehrere Taucher, die uns über die fantastische Unterwasserwelt berichteten. Hier gibt es neben Weich- und Steinkorallen auch
zahlreiche Schwämme und zahlreiche Arten, die die Vielfalt der Natur eindrucksvoll widerspiegeln. Auch liegen vor den Küsten der
Insel einige auch für Normaltaucher erreichbare Schiffwracks.
Der Artenreichtum findet sich auch an Land und in der Luft. Hauptsächlich in den unbewohnten Gebieten sind viele Arten
von Leguanen und Echsen zu sehen, die hier heimisch sind.
Seit ungefähr 4000 v. Chr. ist die Insel von indianischen Ureinwohnern besiedelt. Im Jahre 1499 landeten Spanier auf der Insel
und nannten sie zunächst Isla de los Gigantes (Insel der Riesen), da die Körpergröße der dort lebenden Arawak sie beeindruckte, was
für diese erhebliche Nachteile hatten, weil sie zur Zwangsarbeit auf das Festland nach Spanien deportiert wurden. Viele Jahrzehnte blieb die
Insel spanisch. 1634 wurde die Insel von der Niederländischen Westindien-Kompanie erobert und wurde niederländisch. Sie
wurde für zwei Jahrhunderte Zentrum für den karibischen Sklavenhandel. Während der napoleonischen Kriege besetzten die Briten die
Insel. Sie kam jedoch 1816 wieder an die Niederlande zurück. Am 17.08.1795 startete die Revolte gegen die Sklaverei. Viele Kunstdenkmäler
erinnern an diese Zeit des Aufstandes gegen die Sklaverei. Erst am 1. Juli 1863 schaffte dann die Niederlande die Sklaverei ab.
Die Insel hatte nach Abschaffung des Sklavenhandels kaum eine wirtschaftliche Bedeutung. Erdöl-Entdeckungen verbesserten dann ab ca. 1930 die ökonomische Basis der Insel. Heute wird die Wirtschaft vorrangig vom Erdöl, vom Hafen, vom Tourismus,und vom Offshore-Banking getragen.
Im Jahr 2005 stimmte die Bevölkerung Curaçaos über den zukünftigen Status der Insel ab. Die Mehrheit entschied sich für den Status als autonomes Land innerhalb des Königreiches der Niederlande.